Koloniebildende Einheiten (KBE)

Um Keime zu erkennen, bedient man sich sogenannter Kulturverfahren. Es werden hierzu Nährmedien mit dem Untersuchungsmaterial beimpft und bebrütet. Nach einiger Zeit bilden sich sogenannte Kolonien, bestehend aus einer grossen Anzahl Zellen. Alle Kolonien zusammen ergeben die Gesamtkoloniezahl, die auch als koloniebildende Einheiten (KBE) bezeichnet wird. Eine erhöhte Anzahl an KBE im Trinkwasser weist häufig auf Stagnationen oder kontaminierte Bauteile in der Installation hin.

Technischer Maßnahmewert

Dies ist der festgelegte Wert, bei dessen Erreichen oder Überschreitung eine von der Trinkwasserinstallation ausgehende vermeidbare Gesundheitsgefährdung zu besorgen ist und Maßnahmen zur hygienisch-technischen Überprüfung im Sinne einer Gefährdungsanalyse eingeleitet werden müssen. Dieser liegt zum Beispiel bei Legionella spec. bei 100 KBE / 100 ml.

TRINKWASSERVERORDNUNG

Grundlage hierfür ist das Infektionsschutzgesetz (IfSG) § 37 Abs. 1 IfSG:

„Wasser für den menschlichen Gebrauch muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu besorgen ist.“

Im § 13 und § 14 Abschnitt 4 der Trinkwasserverordnung werden die Untersuchungs- und Anzeigepflichten geregelt.

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Günter Bogenrieder
Hygienetechniker, Zertifizierter Desinfektor
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Günter Bogenrieder

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